Inhalt: | Validation als einfühlendes Verstehen im Umgang mit dementen alten Menschen gehört inzwischen zu fast jeder Ausbildung dazu. In diesem Seminar wird versucht, die Validation handlungsfähig darzustellen, kritische Situationen zu gestalten und damit bei den Betroffenen, aber auch Mitarbeitern und Angehörigen, Zufriedenheit zu erreichen. Validation ist mehr als eine verbale und nonverbale Kommunikationsform, sie ist eine Lebens-einstellung. Egal wer mir gegenüber steht, ich werde diese Person so ansprechen, behandeln, wie ich es mir für mich persönlich wünsche. Neben den Stadien und Techniken, die von Naomi Feil, einer amerikanischen Sozialwissenschaftlerin entwickelt wurden, geht es um die Entwicklungsgeschichte nach Erik Erikson, um Symbole und Rituale sowie um die verbale und nonverbale Kommunikation. Dass die Biografiearbeit dabei mit die wichtigste Rolle spielt, ist aus dem Zusammenhang zu erkennen. Ohne das Wissen über das Leben des betroffenen alten Menschen kann ich kein Vertrauen aufbauen und ohne Vertrauen kann ich keine Arbeit leisten oder finde nicht den notwendigen Ansatzpunkt.
Die Gruppenvalidation setzt eben auf dieses Biografiewissen, jeder Teilnehmer erhält eine Rolle, die im direkten Zusammenhang zu seiner Lebensgeschichte steht. Ebenso wird auf die unterschiedlichen Akzente der Validation eingegangen, da sich im Rahmen von neuen Erkenntnissen aus der ursprünglichen Validation nach Feil zwei weitere Richtungen in Deutschland verbreitet haben: die integrative Validation nach Nicole Richards, sowie die innovative Validation von Astrid van Hülsen. |