Angehörige spielen in der Therapie und Betreuung Demenzerkrankter eine wichtige Rolle. Sie haben oft die Rolle des Co-Therapeuten, da sie die Bedürfnisse des Erkrankten verbalisieren können und Anhaltspunkte z.B. über die verbliebenen ADL-Fähigkeiten, bzw. über die sich stellenden Probleme geben können. Ein weiterer Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit Angehörigen stellt die Biographiearbeit dar, die eine wichtige therapeutische Basis bildet.
Im Rahmen dieser Arbeit kommt dem behandelnden Ergotherapeuten die Rolle des Berater zu, sie fordert von ihm vertieftes Fachwissen bezüglich der Erkrankung und individuelle Zielsetzungen bzw. Lösungsvorschläge. Häufig kommt es im Verlauf der Erkrankung zu Tabubrüchen und Aggressionen - wo können Ursachen gesucht und wie kann hiermit in der ergotherapeutischen Behandlung gearbeitet werden.
Oft findet so eine Begleitung über einen längeren Zeitraum statt, in dem die Zieldefinitionen immer wieder an die Veränderung und somit meist an eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und den daraus resultierenden Alltagseinschränkungen angepasst werden muss. |